Eine CNC-Maschine für Hobbybastler

Wer an CNC-Maschinen denkt, hat in der Regel Maschinen vor Augen, die schon einmal ein paar Meter an Breite und Höhe in Anspruch nehmen können. So wie wir sie etwa bei Wacker Qualitätssicherung in der CNC-Lohnfertigung nutzen. Oder kurz gesagt, eine solche CNC-Maschine nimmt gerne mal den Platz eines kompletten Wohnzimmers ein. Was aber, wenn man sich eine Miniausgabe einer CNC-Maschine ins Wohnzimmer stellen möchte?

Diese Frage stellte sich wohl auch Jan Domagala und gründete am Ende in Iserlohn das Start-up „Go CNC“. Ideengeber war dabei zuerst ein wieder entdecktes Hobby, der Bau von Modell-U-Booten. Über den beruflichen Umweg der Konstruktion von Unterwassergehäusen für Kameras kam er schließlich auf die Idee eine CNC-Maschine für den Privatgebrauch zu konstruieren.

Nach einem etwas holprigen Start fand seine verkleinerte Version einer CNC-Maschine bei Hobbybastlern so große Begeisterung, dass Domagala mit der Produktion nicht mehr nachkam. Hier kam er dann auf die nächste Idee: Warum den Hobbybastlern nicht einen Bausatz schicken, damit sie sich die CNC-Maschine selbst zusammenbauen können? Die Idee kam an und hatte Domagala das Geschäft ursprünglich noch von zu Hause aus betrieben, zog „Go CNC“ bald in eine eigene Produktionsstätte um und stellte die ersten Mitarbeiter an.

Die Miniaturmaschine kann Holz, Carbon und Kunststoffe bearbeiten. Gravurarbeiten und kleinere Arbeiten mit verschiedenen Metallen sind ebenfalls möglich. Gesteuert wird die Maschine durch eine eigene Software. Inzwischen hat man das Angebot auch schon um Zubehörteile erweitert. Das Prunkstück, der „Next 3D XL mit T Nutentisch“, ist als Bausatz für rund 1.700 Euro zu haben, was wohl etwa für ambitionierte Modellbauer durchaus machbar sein dürfte. Eine pfiffige Idee hatte Jan Domagala auf jeden Fall.